LTE statt DSL zu nutzen, dieser Idee begegnet man in letzter Zeit immer wieder einmal. Und es ist definitiv ein interessanter Gedanke, der es Wert ist, zu Ende gedacht zu werden. Denn in bestimmten Fällen kann LTE auch abseits des Mobilmarktes effektiv eingesetzt werden.

Was ist LTE?

LTE (stellenweise auch 3.9G genannt) steht kurz für Long Term Evolution. Es handelt sich hier um einen Mobilfunkstandard, auf dem auch z. B. 4G aufbaut. Theoretisch werden Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s unterstützt, aber natürlich kann dieses Maximum abseits der Idealbedingungen nur selten erreicht werden. Nichtsdestotrotz sind die erzielbaren Bandbreiten für die meisten Zwecke ausreichend, sofern man denn Empfang hat. Die Netze werden bei allen Anbietern im Moment noch ausgebaut, weshalb besonders in ländlichen Gegenden die Verfügbarkeit oft nicht gegeben ist.

Wann lohnt sich LTE?

Zunächst einmal lohnt sich LTE natürlich für unterwegs, soviel ist offensichtlich. In den heimischen vier Wänden kann es aber auch für bestimmte Zwecke sinnvoll sein. Wer zum Beispiel auf eine bestehende Internetverbindung angewiesen ist, kann sich LTE als Rückfallsystem anschaffen. Fällt das normale Internet aus, hat man dann einen Fallback und kann weiter arbeiten. Dass Internet und Mobilfunknetz gleichzeitig ausfallen, ist so unwahrscheinlich, dass man fast schon von einer Ausfallsicherheit sprechen könnte. Wir weisen aber der Vollständigkeit halber darauf hin, dass auch eine Redundanz aus zwei Anschlüssen über Telefon- und Kabelnetz denselben Zweck erfüllen kann. Ansonsten ist LTE nur dann eine valide Option für zu Hause, wenn über gar keinen anderen Weg DSL erhältlich ist.

Wann lohnt sich LTE nicht?

Im Regelfalle ist LTE nicht als alleinige DSL-Lösung geeignet. In erster Linie liegt das daran, dass ab einem gewissen Datenvolumen die Übertragungsrate auf nahezu unbrauchbare Werte gedrosselt wird. Bei normaler Nutzung ist dieses Limit zudem meist recht schnell erreicht. LTE sollte für den nicht-mobilen Einsatz daher stets die letzte Option sein. Wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, ist es natürlich besser als nichts. Aber es gibt so gut wie immer mindestens eine Alternative, die am Standort verfügbar ist.