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Wie viel Bandbreite muss ein SDSL-Anschluss haben?

Eine der ersten Fragen bei unserer Beratungstätigkeit ist oft, welche Bandbreite denn eigentlich notwendig ist. Und das ist eine sehr gute Frage, denn es gibt keine pauschale Antwort darauf. Die benötigte Übertragungsrate des SDSL-Anschlusses ist sehr stark vom Einzelfall abhängig. Aus diesem Grund wollen wir einen kleinen Einblick in die groben Züge unseres Bewertungsprozesses geben. Dieser kann natürlich nicht allumfassend sein und ist eher dazu geeignet, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Um die Sache halbwegs übersichtlich zu halten, gehen wir in allen genannten Beispielen von einem mittelständischen Betrieb aus, der um die 10-15 Mitarbeiter hat.

Die erste Faustregel lautet für uns: Niemals unter 4 Mbit/s, wenn sich irgendwie vermeiden lässt. Es gibt manchmal durchaus auch Gebiete, in denen leider nur bis zu 2,3Mbit/s genutzt werden können und manch ein Betrieb kann sich damit durchaus arrangieren, aber der Idealfall ist das nicht. Der Aufpreis für 4 Mbit/s ist im Regelfalle nicht allzu hoch und bietet verglichen mit den zusätzlichen Kosten einen enormen Mehrwert.

Das heißt allerdings leider nicht, dass man sich mit 4Mbit/s immer im sicheren Bereich befindet. Wir reden hier wirklich nur von dem, was in unseren Augen das Mindestniveau ist, das wenn möglich jeder anstreben sollte. Für Betriebe, in denen in erster Linie Textdateien und Bilder mit der Außenwelt getauscht werden, kann dieses Mindestmaß ggf. ausreichen. Zumindest dann, wenn nicht in der Cloud gearbeitet wird.
Wer jedoch seine Dokumente über das Netz synchronisiert, sollte nach Möglichkeit mindesten 6-8 Mbit/s buchen. Es ist immer wieder verblüffend zu sehen, wie schnell eine verfügbare Bandbreite ausgelastet ist. Wie sagt man so schön: Das läppert sich. Ein paar neue Bilder hier, ein Packen neuer Dokumente dort, dazu noch eine Videokonferenz und plötzlich gerät alles ins Stocken.

Wer neben Text- und Bilddateien zusätzlich noch häufiger Videodateien bewegen muss, dem raten wir zu einer Bandbreite von mindestens 16-20 Mbit/s. In Zeiten, in denen HD-Footage im Web quasi Standard und 60 FPS auf dem Vormarsch ist, werden regelmäßige Uploads ansonsten zur Qual. Und sie blockieren noch zusätzlich die Leitung.

Wer schließlich regelmäßig Video-Livestreams jedweder Art nutzt, der sollte so viel Bandbreite nehmen, wie es die Leitung und das eigene Budget hergeben. Insbesondere dann, wenn parallel zum Stream noch der normale Arbeitsalltag stattfindet. Nichts ist ärgerlicher, als ein stockender Stream, sobald irgendwer in der Firma einen größeren Upload tätigt. Und umgekehrt ist es natürlich auch ärgerlich, wenn Uploads wegen eines laufenden Streams eine Ewigkeit dauern. Wenn man die Produktivität der Angestellten sicherstellen möchte, dann braucht man hier so viel Puffer wie nur irgendwie möglich. In einigen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, eventuelle Streams über einen komplett separaten Anschluss laufen zu lassen. Durch diese strikte Trennung können sich die verschiedenen Anwendungen dann gar nicht erst gegenseitig in den Weg geraten.

Wir hoffen sehr, dass dieser kleine Überblick Ihnen geholfen hat. Falls Sie eine persönliche Beratung wünschen, kontaktieren Sie uns einfach. Unser Service erwirtschaftet seinen Gewinn auf Provisionsbasis und ist daher komplett kostenfrei!